Der
Edelmetall – Motordreh – Wähler

Laufwerk des
4armigen EMD-Wählers
Technische Daten:
Edelmetall-Motor-Drehwähler
(EMD)-System 55v
Flächendeckender Einsatz der Deutschen Bundes Post
1955
Wichtige Bauteile:
- Vierarmiger EMD-Wähler
(Erster Motor-Drehwähler 1930)
- Flachrelais 48
- Doppelrelais
-
Doppelprüfrelais
Ergänzende Einrichtungen:
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Automatische Prüfeinrichtung
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Diverse
Hinweis- und Ansagedienste von Magnetplatten
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"Studiotechnik" für die Ansagedienste
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Überleiteinrichtung für öbL-Netz B
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Mikrolese-Auskunft
Funktionsweise
Der Edelmetall-Motor-Drehwähler
ist in der analogen Fernsprechvermittlungstechnik ein elektromagnetisches
Kopplungselement. Anders als bei seinem Vorgänger dem Hebdrehwähler erfolgt bei
ihm nur eine Drehbewegung. Dieser wird durch eine Art Elektromotor
herbeigeführt, der aus einem Z-förmigen drehbaren Anker und zwei Spulen
besteht, die den Anker abwechselnd anziehen und damit den Motor antreiben.
Dadurch entsteht eine Drehbewegung, die allerdings nicht komplett gleichmäßig
ist. Nocken auf der Drehachse steuern die beiden Spulen an. Da dem EMD nur Dreh-
und keine Hebebewegungen möglich sind, müssen die Kontakte an der Kontaktbank
deutlich dichter angeordnet werden. Anders als der Hebdrehwähler mit drei
Kontaktarmen, besitzt der EMD vier Kontaktarme oder mehr, welche außerdem noch
doppelt vorhanden sind. Die Kontakte der Kontaktbank sind im Halbkreis
angeordnet, damit immer einer der beiden Kontaktarmsätze mit der Kontaktbank
verbunden ist. Die Kontaktarme drehen sich um eine gemeinsame Achse.
Die Sprechadern des
Edelmetall-Motor-Drehwählers werden erst am Ende der Drehbewegung mit den beiden
Kontaktarmen, an die ebenfalls mit einer Edelmetallauflage versehenen Lamellen
des Kontaktfeldes durchgeschaltet. So wird der Verschleiß erheblich vermindert
und der Teilnehmer hört nicht die störenden Kratzgeräusche, wenn der Kontaktarm
über die Kontakte kratzt, wie es beim Hebdrehwähler der Fall ist. Man spricht
daher bei der EMD – Technik von der „aufsetzenden Kontaktgabe“